Frischer Putz für mehr Cash?

Am Treppengeländer blättert die Farbe, die Zaunpfosten bröckeln, das Dach ist voll Moos. – Viele, die ihr Haus verkaufen möchten, überlegen, ob sie noch einmal investieren sollten, um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Aber lohnen sich Maßnahmen zur Aufbesserung? Und wenn ja, welche?

Oft suchen Interessenten nach Makeln, um den Verkaufspreis zu senken. Beim Verkauf werden Häuser häufig an den gegenwärtigen Neubaustandards gemessen. Was vor 50 Jahren Standard war, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Aber welche Aufwertungen sich lohnen, kann von Immobilie zu Immobilie unterschiedlich sein.

Ein höherer Preis lässt sich erzielen, wenn eine echte Erhöhung des Standards erfolgt. Wird eine Heizungsanlage nach modernsten Anforderungen, eine Fußbodenheizung oder ein hochwertiger Parkettfußboden eingebaut, schlägt sich das im Verkaufspreis nieder. Schönheitsreparaturen können andererseits vermeiden, dass Kaufinteressenten versuchen, den Preis nach unten zu verhandeln. Sieht beispielsweise eine Fassade sehr alt und schmutzig aus, kann es sich auszahlen, diese neu zu verputzen. Auch frisch gestrichene Wände lassen einen Raum heller und gepflegter wirken. Allerdings sollte in solchen Fällen ein neutraler Blick eines Immobilienexperten entscheiden. Denn Eigentümer übersehen oft mögliche Kritikpunkte von Interessenten.

Andere Beispiele sind Küche und Bad. Weil sie viel benutzt werden, sehen diese Räume oft abgenutzt und verbraucht aus. Damit sie nicht zum Grund für eine Preisminderung werden, sollten sie immer neuwertig wirken. Wenn die Installationen oder die Gestaltung nicht den aktuellen Standards entsprechen, können Kaufinteressenten hier Gründe zur Minderung des Preises finden. Jedoch sollte sorgfältig abgewogen werden, ob sich die Investitionskosten rentieren und sich der höhere Preis am Markt auch realisieren lässt. Dazu sollten sie immer einen Immobilienexperten zu Rate ziehen.

Auch energetische Sanierung kann sich auszahlen. Ist der vorhandene Heizkessel alt und verbraucht viel Energie, sehen potentielle Käufer hier oft einen Grund, den Preis zu mindern. Denn hohe Heizkosten möchten die meisten nicht tragen. Grundsätzlich ist es also ratsam, eine Heizungsanlage auszutauschen, die nicht über moderne Technik verfügt. Dies gilt auch für Dämmung des Dachs und der Einbau neuer Fenster. Doppelfenster zählen zudem auch zu gehobener Ausstattung und können so den Preis steigern.

Immobilienverkauf ist auch eine Sache der Psychologie. Bei einem renovierungsbedürftigen Haus, vermuten Kaufinteressenten häufig unbewusst, dass das Haus weitere Mängel oder Schäden aufweist. Das muss zwar nicht so sein, und die Schlussfolgerung ist auch nicht unbedingt logisch, aber dennoch empfinden es mögliche Käufer gelegentlich so. Wenn der erste Eindruck nicht stimmt, löst das bei Interessenten oft den Drang aus, den Preis nach unten verhandeln zu wollen. Um also herauszufinden, welche Sanierungsmaßnahmen sich lohnen, ist es für Verkäufer ratsam, sich von einem neutralen Immobilienexperten beraten zu lassen.

 

Möchten Sie wissen, ob sich eine Aufwertung Ihrer Immobilie lohnt? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gern.

 

 

Foto: © archideaphoto

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