Hausverkauf bei Scheidung: Tipps, zum Geld und Nerven sparen

 

Noch immer endet jede dritte Ehe in Deutschland in einer Scheidung. Das bedeutet für die Beteiligten nicht nur emotionalen Stress, sondern auch finanzielle Belastungen. Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, die Ihnen helfen sollen, Geld und vor allem Nerven zu sparen.

Grundsätzlich gilt, dass die Partner mit der Heirat eine Zugewinngemeinschaft eingehen. Das heißt, dass das gemeinsam in der Ehe erwirtschaftete Vermögen bei der Trennung geteilt wird. Das gilt auch für Immobilien und bedeutet, dass beiden Partnern nach der Scheidung jeweils 50 Prozent gehören. Um sich dabei zu einigen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man sich gütlich einigen. Der Gewinn sowie die Kosten für den Verkauf werden dann 50/50 geteilt. Weitere Möglichkeiten der Teilung sind die Ausgleichszahlung, Teilungsversteigerung und die Zwangsversteigerung. Die Versteigerungen sollten aber in jedem Fall vermieden werden, da sie oft mit finanziellen Verlusten der Eigentümer enden.

Der Ehevertrag regelt die Aufteilung der Immobilie

Um solche Schritte von vornherein zu vermeiden, eignet sich ein Ehevertrag. Dieser gibt nämlich ganz konkret Aufschluss über die Vermögensaufteilung. Auch wenn er vielen Paaren unromantisch erscheint, so hilft er doch dabei, den möglichen Prozess einer Scheidung zu erleichtern. In einem Ehevertrag können Partner individuelle, von gesetzlichen Regelungen abweichende Vereinbarungen zur Vermögensaufteilung, Unterhaltszahlungen oder Altersversorgung treffen. Aber es gibt neben dem Ehevertrag noch eine weitere Ausnahme, in der das Eigentum der gemeinsamen Immobilie geregelt ist, nämlich im Grundbuch. Wenn im Grundbuch der Immobilie nur einer der Partner eingetragen ist, gehört ihm das Haus und er kann es entweder verkaufen oder weiterhin selbst nutzen.

Das Haus in der Trennungszeit zu verkaufen bringt finanziellen Vorteil

Vor der tatsächlichen Scheidung entscheiden sich die Partner zunächst einmal zu einer räumlichen Trennung. Das bedeutet, dass einer der Partner aus der Immobilie auszieht. Sollte der Ausgezogene innerhalb von sechs Monaten nach seinem Auszug keine ernsthafte Rückkehrabsicht ausgesprochen haben, so geht der Gesetzgeber davon, dass der ausgezogene Ehegatte dem verbliebenen Partner das alleinige Nutzungsrecht überlassen hat. Sollten sich die Partner allerdings gemeinsam entscheiden noch im Trennungsjahr die Immobilie zu verkaufen, so sollte dies möglichst schnell geschehen. Daher können Sie auch schon vor Ablauf des Trennungsjahres schon nach entsprechenden Käufern suchen. Das hat den enormen Vorteil, dass Sie beim Hausverkauf keinen Zeitdruck haben. Damit fällt auch der Verkaufspreis meist deutlich höher aus als bei Verkäufen unter Zeitdruck.

Eine Alternative zum Hausverkauf bei der Scheidung ist, sie zu vererben. Das trifft meist bei Familien mit Kindern zu. Sollte das Kind allerdings noch minderjährig sein, muss das Vormundschaftsgericht der Übertragung auf das Kind zustimmen. Bei dieser Alternative sollten Sie allerdings beachten, dass die Übertragung und die zugehörige Verantwortung zukünftig eine erhebliche Belastung für das Kind darstellen kann. Ebenfalls ist es nicht einfacher, wenn die Immobilie auf mehrere Kinder übertragen wird.

Sie stecken in der Scheidung und suchen eine Lösung für Ihre Immobilie? Kontaktieren Sie uns! Wie beraten Sie gern.

 

Nicht fündig geworden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Scheidung

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCtertrennung

https://de.wikipedia.org/wiki/Zugewinngemeinschaft

 

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © AndreyPopov/Depositphotos.com

 

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